Mehrmals berichteten die Kieler Nachrichten über die Einwohnerbefragung “Wir wollen’s wissen! – da geht was!”. Bei der Befragung ging es unter anderem um die Lebensqualität in Kiel und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Letztlich sollte es darum gehen, die Zufriedenheit mit der städtischen Politik zu ermitteln.
Nun liegen die Ergebnisse vor, die von der Regionalen Berufsbildungszentrum Wirtschaft und der Fachhochschule Kiel durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse waren zu erwarten, passen aber der Stadtpolitik nicht in den Kram. Statt sie realistisch in Überschau abzubilden, erleben wir den Versuch sie tröpfchenweise darzustellen, um das Ausmaß des Elends zu verschleiern – und die KN spielt mit.
Das geht damit los, dass die KN beschönigend formuliert, die Ergebisse “sind zum Teil alarmierend”. Sie hebt hervor, dass sich im Wissen um kommunalpolitische Mitwirkungsmöglichkeiten mit 46,8 Prozent die 61- bis 70-Jährigen (ohne Angabe der Teilnehmerzahl) informiert fühlen, während die Zahlen für die 16- bis 18-Jährigen fehlen, die sich nicht informiert fühlen.
Angeblich “erhielt die Information über Kommunalpolitik noch die beste Note” – allerdings wird diese Behauptung nicht belegt! Ebenso wird hervorgehoben, dass 31,7% das Verkehrsnetz gut ausgebaut finden – das ist nicht einmal ein Drittel gerade 1/3.
Das kinderfreundliche Kiel können nur 15,1% ausmachen und nur 10,8% der Befragten meinen, dass es genug Möglichkeiten für Jugendliche in Kiel gibt.
Das wir in kiel von einer gelungene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sprechen können, sagen gerade einmal einmal 14,1%.
Die KN umschreibt recht schwurbelig “62,6 Prozent der Befragten mit ausländischen Wurzeln gaben bei der Feststellung „Menschen mit Migrationshintergrund sind in Kiel gut integriert“ an, dass sie nicht zutrifft”. Deshalb hier etwas einfacher- 62,6% der Befragten mit ausländischen Wurzeln gaben an, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Kiel nicht gut integriert sind. Weiterlesen


