Am 28.10. 2011 fand in der Jugendherberge Gaarden ein Beteiligungsworkshop für Gaardener Bürgerinnen und Bürger statt. Es wurden drei Arbeitsgruppen (AG) angeboten. Die AGs Stadtumbau, Bildung und Lokaler Ökonomie boten viel Vorgedachtes, um aus dem Wassertropfen das Wesen des Meeres zu ergründen.
Die Rahmenbedingungen der „Beteiligung“ machen möglich, dass alles, was die Beteiligten an gutem Willen in den AGs abliefern als Bestätigung gesehen bzw. umgedeutet werden kann.
So verwundert es nicht, dass die Berichterstattung in den Kieler Nachrichten und durch das Büro Soziale Stadt darauf ausgerichtet sind, ein Bild in die Stadt zu senden, das kaum etwas mit der Wirklichkeit gemein hat.
So verschweigen beispielsweise beide, dass in der AG Stadtumbau der Vorschlag die Hörn zu einem Grüngürtel zu machen und das Zentralbad nicht zu bauen, die meisten Stimmen fand.
Beim Dreh- und Angelpunkt dem neuen “Image”, dass für Gaarden geschaffen werden soll, gab es massive Kritik in allen Gruppen, die zusammengefasst zum Ausdruck brachte, dass Image keine Infrastruktur ersetzt. Weiterlesen
Wahlkämpfer rettet Gaarden vor Rockern?
“Wir lassen den Rockern in dieser Stadt keinen Zentimeter Raum”, erklärten Oberbürgermeister Torsten Albig und der Leitende Kriminaldirektor Thomas Bauchrowitz im Zusammenhang mit der baurechtlichen Schließung des Vereinsheimes de MC Mongols in der Elisabethstraße.
Die martialische Aussage des Wahlkämpfers Albig bezieht sich offensichtlich nur auf die Mongols und nicht auf andere Rocker wie die Hells Angels und die Tigers. Denn die haben auch ihre Räume in Gaarden. Nur nicht so plakativ mit einem Schild wie bei den Mongols.
Das die Auflösung der Mongols jetzt das Grundproblem löst, daran glauben weder der Wahlkämpfer Albig noch denkende BürgerInnen. Weiterlesen
Klar Schiff – Plakatieren verboten
“Ich will eine Politik, die den Menschen Räume bietet, in denen sie ihr Leben in Freiheit gestalten können, eigenverantwortlich und so, dass sie sich erfolgreich mit ihrer eigenen Leistung in die Gesellschaft einbringen können. Ein Zuviel an Bürokratie steht dieser Freiheit entgegen. Bürokratieabbau ist deshalb ebenso nötig, wie die Unterstützung und Begleitung der Kommunalverwaltungen auf ihrem Veränderungsweg.” (http://www.torsten-albig.de/page/perspektiven/aid/17)
Das strategischen Ziel “kreative Stadt” bedeutet für die meisten KulturproduzentInnen kostenfreie Umarmung oder Zurückweisung – je nach Nützlichkeit. Da passt, dass in Gaarden “die Sauberkeit auf Straßen und Plätzen zeitnah hergestellt und gesichert wird, auch Aufkleber an Laternen-, Schildern und Schildermasten werden umgehend entfernt. Das Projekt „Klar Schiff“ zur Bekämpfung von Graffiti wird fortgeführt und gestärkt.” (“Perspektive für Gaarden” – Antrag von SPD/Grüne/SSw. Quelle: http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/do027.asp)
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Herzlichen Glückwunsch Gängeviertel! Das Gängeviertel geht in die Selbstverwaltung der KünstlerInnen über
Nach zweijähriger Besetzung wird das Hamburger jetzt durch die durch die Stadt saniert und die Gebäude gehen in die Selbstverwaltung der Initiative Gängeviertel über.
Das Ziel ist aus Sicht des Gängeviertel-Vereins und der Gängeviertel-Genossenschaft noch nicht erreicht, aber einen weiteren Schritt näher gerückt.
“Der Senat kommt endlich in die Gänge!
Wir feiern: Der Kooperationsvertrag mit der Stadt ist unterzeichnet Weiterlesen
Momentaufnahme
Das neu eröffnete Wirtschaftsbüro in Gaarden soll unter anderem mit Hilfe der wahrscheinlich kreativ-innovativen Idee “Mikrokredite” und einem großen Beirat mit 15 Personen den Abwärtstrend stoppen.
Die Ansiedlung eines 2 Sterne Hotels am Bahnhof und die Hoffnung auf einen Investor, der die freien Flächen an der Hörn bebaut, soll endlich den ersehnten Zusammenschluss zu einer City (Gaarden und Innenstadt) einleiten.
Alles wird gut.
Da ist es schade, dass jetzt die Rocker die Schlagzeilen für Gaarden bestimmen (wir dachten, die gehören den Erfolgsmeldungen und der Trinkerszene). Dem Landeskriminalamt ist das mit den Rockern bekannt. “Wir werden uns dazu nicht äußern“, sagte LKA-Sprecher Stefan Jung in der KN und der Ortsbeiratsvorsitzende Levtzow hat “das hier alles unter Beobachtung.“ (KN 07.09.2011)
Sieht wohl so aus, als müssten wir weiter auf die von Ratsherr Schulz geforderte “Denkfabrik” (Think Tank) hoffen und darauf vertrauen, dass er dafür nicht die Akteurinnen und Akteure findet, die schon jetzt eine Superidee nach der anderen produzieren.
Leerstand melden Forstsetzung
Danke für die bisherige Mithilfe inklusive der eingesandten Bilder. Wir sammeln weiter und überlegen eine Darstellung für die Webseite.
2 Jahre Gängeviertel
Zu seinem zweijährigen Geburtstag das Gängeviertel ein Positionspapier veröffentlicht.
Wir müssen es endlich mal in aller Deutlichkeit sagen…
MEHR ALS EIN VIERTEL
Ganze zwei Jahre ist es inzwischen her, dass wir mit Sack und Pack in die leerstehen-den, vermodernden Häuser des Gängeviertels eingezogen sind. Damals waren die letzten Reste dieses historischen Quartiers eigentlich schon dem Untergang geweiht und die Verträge, die hier wie fast überall in der Innenstadt seelenlose Bürobauten herbeisehnten, unterschrieben. Wir luden unzählige Menschen ein, um sich unsere Ideen anzuhören, das Viertel zu entdecken, die Kunst und Kultur zu erleben, die hier geschaffen wurde oder, um einfach nur ein paar schöne Stunden gemeinsam zu ver- bringen. Gleichzeitig retteten wir die Häuser so gut es ging vor dem weiteren Verfall, verhandelten mit der Stadt und schafften so das eigentlich Unmögliche: Wir blieben hier. Weiterlesen
Gaarden und die Stadtpolitik – Perspektiven ohne Ende
Die Stadtpoltik präsentiert eine Inflation an „Perspektiven für Gaarden“. Nach den von OB Albig (?) entwickelten „Perspektiven“, folgten die „Perspektiven für Gaarden“ von SPD, Grünen und SSW (http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/do027.asp).
Wir haben lange gezögert, ob wir auf die Antragsposse der Ratskoalition aus SPD, Grünen und SSW eingegehen sollen oder sie einfach als Entblödung hinnehmen. Letztlich darf ein solches Papier dann doch nicht unkommentiert bleiben.
Laut Antrag soll Gaarden „eine echte Alternative zum Wohnen, Leben, Investieren und Arbeiten werden.“
Bei der SPD hieß das mal „Wohnen, Arbeiten, Erholen“. Das Erholen wurde durch Investieren als eine neue Lebensdisziplin ersetzt und so bei Sozialdemokraten und Grünen endlich zu einem anerkannten eigenständigen Lebenszweck geworden
Um das genannte Ziel zu erreichen, benötigt „diese Arbeit“ – so der Antrag – “einen langen Atem und verfolgt das Ziel, die sozialraumbezogenen Kennzahlen für Gaarden an den stadtweiten Durchschnittswerten anzugleichen.“
Das ist allerdings schon rein mathematisch eine nie zu erfüllende Aufgabe. Mit der Anpassung an die heutigen Durchschnittswerte, werden die zukünftigen Durchschnittswerte steigen und schon hat man wieder die Aufgabe Gaarden anzupassen usw., usw.: Wer so den Stadtteil an einen fiktiven Durchschnitt anpassen will hat schon rein theoretisch das Ziel, die ganze Stadt auf dem höchsten Niveau anzupassen. Und das heißt Verdrängung bisher angestammter Milieus und Schichten! Es sei denn, es gibt doch ein ein gutes Leben im schlechten, pardon einen rot-grünen Kieler Sozialismus im bundesdeutschen Arbeitsmarktselend.
Dann folgen die großartigen Vorschläge, die zur blühenden erweiterten City Gaarden führen sollen:
1. „Die Bildungsplanung in Gaarden wird unter Beteiligung des Jobcenters, der Kitas, aller Schulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie der Jugendhilfe so aufgestellt, dass jedem Kind und Jugendlichen eine individuell abgestimmte Bildungsbiografie ohne Lücken ermöglicht wird. Dies geschieht u.a. durch die gezielte Koordination der Bildungslandschaft Gaarden.“ Die Bildungslandschaft Gaarden“, „Gezielte Koordination“ – das ist nicht einmal mehr Blah-Blah, sondern Schwachsinn. „Wenn sie das anders gemeint haben, dann hätten sie das auch anders schreiben müssen“ (Kurt Tucholsky) Weiterlesen
Leerstand melden!
Macht mit! Mailt uns die Leerstände in Gaarden, damit wir eine öffentliche Übersicht über geeignete Flächen und mögliche Nutzungen haben.
Viele Kieler Kreative brauchen Raum.
Nicht immer ist Raum für Kultur oder einfach nur zum Wohnen zu haben – erst recht nicht zu erschwinglichen Preisen in der Landeshauptstadt.
Über unsere Emailadresse
sig@gaarden.net
können Leerstände unkompliziert gemeldet werden. So entsteht ein frei zugänglicher Datenpool.
Politik der sozialen Kälte II
In Kiel wächst eine neue Dimension von Not und Elend. Hier leben über 300 Sinti und Roma in bitterer Armut, wofür die Kieler Stadtpolitik mitverantwortlich ist. Recht unverhohlen will man von Amts wegen die Sinti und Roma loswerden. Man macht ihnen deutlich, dass sie in Kiel „keine Perspektive“ haben (vgl. KN 10.12.2010). Sozialamtsleiter Alfred Bornhalm warnte „vor dem Fluch der guten Tat“ und meinte damit wohl, dass für die Betroffenen die allgemeinen Menschenrechte und andere Rechte nicht gelten.
Besonders hart trifft es die Kinder. Sie erfahren schon jung, was es bedeutet, einer Minderheit angehören, die von der Gesellschaft ausgegrenzt und von der Stadtpolitik geächtet wird. Sie werden den „Zigeuner-Stereotypen“ ausgeliefert, weil die Stadtpolitik ihnen den Schutz versagt. Umso mehr muss die aktuelle Amtsfürsorge für Neugeborenen von Sinti und Roma erstaunen: Nach unseren Informationen wurde den Eltern in mindestens drei Fällen das Neugeborene weggenommen. Das eine Mal kurz nach der Entbindung im Krankenhaus, das andere Mal wurde das Kind aus der Wohnung geholt. Weiterlesen

