Der Spaß wird zu teuer

Die Bäder GmbH präsentierte 2009 das Ergebnis der Beratung durch Wenzel Consult, der ein Kostenrahmen von von 17 Millionen zugrunde lag. Die Bäder GmbH stellte danach fest, dass ein Band mit zwei Becken mit je acht 25-Meter-Bahnen die günstigste Variante darstellte.
Die beiden anderen Varianten mit einem Becken mit acht oder zehn 50-Meter-Bahnen wären zwar Wettkampftauglich, hätten aber den Nachteil, dass keine Rutsche zur Verfügung stünde und nur kleiner Bereich mit Bistro oder Ruhezonen möglich wäre.

Zur besseren Einordnung hier einmal die Zahlen für das Flensburger Campusbad (http://www.campusbad-fl.de). Nach Angaben der Stadt zahlt sie für den Bau des Bades insgesamt 34 Millionen Euro. Die Wählergemeinschaft in „Wir in Flensburg“ geht für Gesamtkosten von 55 bis 60 Millionen Euro für die Steuerzahler aus.

Dem stadteigenen Betrieb Bäder GmbH und der Stadt war damit der Rahmen der Möglichkeiten bekannt bevor die Architektenentwürfe für das Kieler Zentralbad initiiert wurden.
Die Ratsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP beschlossen dennoch, dass für 17 Millionen Euro aus Fördergeldern und einem plus bis 2012 ein Hallenbad mit einem teilbaren 50-Meter-Becken (acht Bahnen) gebaut werden soll.

Es darf also niemanden erstaunen, wenn sich jetzt bei „bei genauerem Hinsehen“ herausstellt, „dass laut Geschäftlicher Mitteilung alle drei Entwürfe den Kostenrahmen von 17 Millionen Euro „nicht annähernd“ einhalten können.“ (http://www.kn-online.de/lokales/kiel/231856-Architekten-Entwuerfe-sprengen-den-Kostenrahmen.html)

Dazu brauchte die Stadt erst einmal eine Plausibilitätsprüfung durch das Projektmanagement-Unternehmen Drees & Sommer, deren Fazit lautet, „dass die Abweichung von der Kostenobergrenze so groß sei, dass der „Programmumfang“ reduziert werden müsse.“ (http://www.kn-online.de/lokales/kiel/231856-Architekten-Entwuerfe-sprengen-den-Kostenrahmen.html)

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